Archiv

Ein Bürogebäude nur mit Computern.

ChatGPT am Arbeitsplatz: Studien zu den Auswirkungen auf Arbeitsweise, Joblandschaft und Freelancer

01.03.2024

ChatGPT ist seit einem Jahr ein integraler Bestandteil im Arbeitsalltag vieler Menschen geworden. Die umfangreiche Berichterstattung und die zahlreichen Erfahrungsberichte unterstreichen trotz teilweise fehlerhafter Inhalte eindrucksvoll die Bedeutung dieser Assistenzsysteme. Erste Studien zeigen Produktivitätssteigerungen durch den Einsatz von ChatGPT, da diese Systeme bei einer Vielzahl von Aufgaben unterstützen können, die Auswirkungen auf bestimmte Jobrollen können jedoch gravierend sein.

Eine aufschlussreiche Studie zu den Motivationen von Wissensarbeitern, ChatGPT zu nutzen, ist "Why do people use ChatGPT? Exploring user motivations for generative conversational AI" aus dem Dezember 20231. Diese Studie zeigt, wie die generative konversationelle KI eine Vielzahl von Nutzerbedürfnissen erfüllt, indem sie die Grenzen traditioneller Konversationstechnologien überwindet - beispielsweise durch die Auslagerung kognitiver oder kreativer Aufgaben an die Technologie. Ein Großteil der Befragten gab an, dass Produktivitätssteigerungen der Hauptgrund für die Nutzung von ChatGPT sind. Die Motivation, ChatGPT zu nutzen, um die Produktivität auf verschiedene Weise zu steigern, wie z.B. durch das schnelle und einfache Auffinden von Informationen, das Generieren von Texten oder die Unterstützung beim Schreiben, oder in der Softwareentwicklung zum Generieren von Code oder zum Identifizieren von Problemen im Code, war deutlich zu erkennen. Wenngleich in geringerem Maße, so wird ChatGPT auch für kreatives Arbeiten oder Lernen genutzt, insbesondere wegen seiner Fähigkeit, komplexe Konzepte zu vereinfachen und schwierige Themen auf leicht verständliche Weise zu erklären.

Älterer Mann und ein Roboter schauen auf ein Sonnenuntergang.

Pflegeroboter als Beispiel für die Komplexität der Implementierung von Robotern in sozialen Umgebungen

27.02.2024

In Ländern mit schrumpfender Bevölkerung und einer insgesamt älter werdenden Gesellschaft, insbesondere in Europa, China und Japan, übernimmt letzteres eine Vorreiterrolle bei der Implementierung von Robotern für grundlegende Aufgaben, um der Pflegekrise entgegenzuwirken. Der Ethnograph James Wright führte eine Studie mit dem Titel "Sind Roboter die Lösung für Japans Pflegekrise?" durch, basierend auf seinem Buch "Roboter werden Japan nicht retten". In dieser Forschung vertieft Dr. Wright die emotionalen und sozialen Konsequenzen der Einführung von Robotern in ein Pflegeumfeld, insbesondere wie dies die Beziehungen zwischen Bewohnern und Personal beeinflussen könnte und das Potenzial von Robotern, diese Dynamik zu verändern.

Starlink-Satellitenkonstellation in niedriger Erdumlaufbahn

Neue Grenzen erkunden: Der Aufstieg des Satelliteninternets und seine globale Auswirkung

19.02.2024

Früher war das Satelliteninternet langsam und wurde von wenigen Menschen genutzt. Durch verschiedene Initiativen, wie etwa Starlink, erlebt das Satelliteninternet nun ein Comeback. Es dient als entscheidende Verbindung, um entlegene Ecken der Welt zu erreichen. Diese Technologie ist für die Kriegsführung in der Ukraine von entscheidender Bedeutung und verspricht, Gebiete ohne Internetzugang abzudecken. Doch die Erschwinglichkeit in abgelegenen Gebieten ist entscheidend für dessen Verbreitung.

Kann das Satelliteninternet auch eine Option sein, um Internetzensur zu umgehen? Mit nur einer kleinen mobilen Schüssel – oder bald nur einem Smartphone – könnten Nutzer überall Einschränkungen umgehen. Die Machbarkeit dieses Ansatzes hängt bisher stark von privaten Unternehmen wie Starlink oder OneWeb ab, und ob diese ihre Dienste in Ländern mit Zensurpraktiken anbieten werden.

Wirklich grüne Datenserver sind noch weit von der Realität entfernt

Grüne Technologien Verstehen: Orientierung im Wirrwarr von Öko-Technik Begriffen und Ideen

17.11.2023

In der Welt von Umwelt und Technologie herrscht ein Wirrwarr an Begriffen: Grüne Technologie, Climate Tech, Clean Technology, Grüne IT. Diese Ausdrücke werden sehr unterschiedlich genutzt und interpretiert. Angesichts meiner eigenen Herausforderungen, diese Begriffe zu unterscheiden, entschloss ich mich, tiefer zu recherchieren.

Die Wechselwirkung zwischen Technologie und ihrer Fähigkeit, CO2-Emissionen zu senken oder gleichzeitig den globalen Kohlenstoffverbrauch zu steigern, ist ein wichtiges Thema zur nachhaltigen Nutzung von neuen Technologien. Diese Dualität wirft Fragen auf, wie genau Technologien sowohl als Lösung als auch als Teil des Problems fungieren können.

Analoge Plattform

Verschlüsselte Öffentlichkeit: 10 Jahre politischer Aktivismus über WhatsApp

10.02.2020

Das Onlinemagazin First Monday ist seit vielen Jahren eine besondere Adresse für wissenschaftliche Analysen digitaler Phänomene. Die letzte Ausgabe von First Monday widmet sich dem 10-jährigen Jubiläum von Whatsapp und der Frage, wie Aktivisten weltweit diesen Messenger-Service für politischen Aktivismus nutzen. Sieben Studien beleuchten die weltweite Nutzung von Whatsapp und zeigen, wie neue private und geschützte Räume der Öffentlichkeit entstanden sind, ohne die moderne Online-Kampagnen nicht mehr denkbar wären. Sie zeigen aber auch, dass die digitale Gesellschaft in Zeiten von Desinformation und Radikalisierungen mit neuen Herausforderungen konfrontiert wird.

Whatsapp Aktivismus

Warum digitale Plattformen große Konzerne durch Daten ausstechen

23.01.2020

Warum sind digitale Plattformen eigentlich so erfolgreich? Sie können Marktgesetze aushebeln und ganze Wirtschaftszweige dominieren. Wie geht das? Daten spielen eine Schlüsselrolle beim Erfolg dieser Plattformen. In Deutschland verfügen nur wenige Unternehmen über eine eigene digitale Plattform. Die Folgen für die Old Economy sind fatal. Denn digitale Plattformen entwickeln die Märkte der Zukunft - und die Daten der Kunden sind ihr Rohstoff.

Crowdfunding innovation

Crowdfunding und Open Innovation in der internationalen Zusammenarbeit

12.09.2016

Download Ebook

Für den Launch des Ebooks "10 trends in open innovation" hat mich Wolfgang Gumpelmaier-Mach vom Crowdfunding Service Magazin interviewt. Wolfgang und seine Kollegen haben ein spannendes Kapitel zur Publikation beigesteuert, wo es natürlich um Crowdfunding geht.

Smart city

Die digitale Stadt heute und morgen

06.06.2016

Vor ein paar Wochen bekam ich eine Einladung vom Web-Montag Darmstadt, um über digitale Stadt von morgen zu sprechen. Meine Präsentation ist jetzt auch auf Video. Vielen Dank an die Organisatoren.

Karte von Frankfurt gestalten

Rathaus 2.0: Frankfurt Gestalten im Deutschlandfunk

30.04.2014

Zu meiner großen Freude hat kürzlich der Deutschlandfunk in der Reihe Rathaus 2.0 über unser Projekt frankfurt-gestalten.de berichtet. Der etwa fünfminütige beschreibt schön den Hintergrund und den Verlauf des Projektes, was nun in sein viertes Jahr geht. Leider hat pünktlich zu diesem Jubiläum die Stadt Frankfurt eine parallelle Plattform entwickelt. Meine Kritik dazu habe ich in einem Artikel auf Netzpolitik veröffentlicht.

Vortrag im Betterplace Lab

29.01.2014

Das Betterplace Lab hat jährlich eine spannende Veranstaltung mit dem Thema "Digitale Soziale Innovation". Oder wie es in der Konferenzbeschreibung heißt: "Auf unserer Konferenz am 31. Oktober ging es darum, wie Menschen die Welt verbessern – und dafür das Internet nutzen können." Joana Breidenbach hat mich zu meiner Freude zur Konferenz eingeladen um über Transparenz und offene Daten in der Entwicklungszusammenarbeit zu sprechen. Hier gibt es das Video meiner Präsentation.

10 Gründe warum Open Innovation oft scheitert

29.01.2014

Offene Innovation kann eine starke Kraft sein. Wenn Hunderte von Menschen offen zusammenarbeiten, können sich viele kreative Möglichkeiten entwickeln. Diese Art Energie ist fantastisch und ich finde es immer spannend live Open Innovation Prozesse, die über unsere Anwendung WE THINQ implementiert wurden, zu sehen. Ideen verbreiten sich wie ein Lauffeuer und im Minutentakt kommen Kommentare, wie zuletzt bei einem spannenden Projekt mit der Deutschen Welle zu sehen war.

Maptivism - Mit Karten informieren und mobilisieren

27.01.2014

Das Internet hat die Welt der Kartographie revolutioniert. Während früher Kartenanwendungen aufwending in der Umsetzung waren, kann man heute umfassende Geo-Tools praktisch kostenlos nutzen. So können Laien heute digitale Karten selbst erstellen und mit eigenen Informationen kombinieren. Zum Beispiel als Alternative zur staatlichen Informationspolitik während der Reaktor-Katastrophe von Fukushima. Dort sammelten Freiwillige und NGOs Meßdaten von verschiedenen Orten. Alle Informationen liefen auf einer Online-Karte zusammen und boten eine alternative Informationsquelle. Der Vorteil von Karten: Jeder kann sie lesen und Karten sind ohnehin ein Alltagswerkzeug.

Transparenz Portal KfW-Entwicklungsbank

07.02.2013

In der Regel haben Organisationen in der Entwicklungs- zusammenarbeit nette Webseiten mit Projektbeschreibungen und viele Texte zu großen Themen. Wenn es um Gelder geht, kochen die meisten Webseiten aber auf Sparflamme. Die KfW-Entwicklungsbank wollte das ändern und deswegen haben ich sie im Rahmen meines Engagements bei der Open Knowledhge Foundation Deutschland dabei unterstützt (Disclaimer: Ich sitze im Vorstand der OKF DE).

Hintergrund Offene-Entwicklungshilfe.de

04.02.2013

UPDATE: Das Projekt ist inzwischen eingestellt und war damals ein Pilot.

Wenn man Finanzdaten zur Entwicklungshilfe sucht, gibt es praktisch nur zwei Optionen. Hoch aggregierte Daten beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, wo nur ein paar Zahlen angeboten werden, oder akademisch anmutende Webseiten der OECD, wo man nach Zahlen forschen muss.

Geodaten-Wettlauf: Crowdsourcing versus automatisierte Ansätze

23.12.2010

Erschienen auf Kooptech am 23.12.2010

Digitale Kartografie hat die Erstellung und Nutzung von Karten erheblich erleichtert. Gut gemachte Karten benötigen aber ausreichend Daten.

Alternative Landvermesser – Mapping Aktivismus weltweit

11.08.2010

Der Artikel erschien in der Zeitschrift Kulturaustausch – Zeitschrift für internationale Perspektiven (Ausgabe Juli 2010).

In den Ländern des Südens zeichnen Hobby-Kartografen die Infrastruktur von Gegenden auf, die bislang nicht erfasst sind.